Bereits der Vorraum von Christians Heimkino zeigt, dass hier ein echter Filmfan zu Hause ist. Diverse Heimkino-Dekorationen und Sammlerstücke fallen genauso ins Auge wie etliche Silberscheiben, die akkurat an den Stellwänden präsentiert werden.
Der Kinoraum
Der eigentliche Kinoraum hat die auf den ersten Blick zunächst abschreckenden Maße von 5 × 5 × 2,5 Metern. Durch die quadratische Raumform werden gleiche Raummoden angeregt, was zunächst problematisch erscheint. Dieses Problem konnte jedoch durch den gezielten Einsatz von vier Subwoofern deutlich entschärft werden. Da ein Denon X6800 AV-Receiver vorhanden ist, wurde für die Heimkino-Kalibrierung Dirac ART eingesetzt.
REW und Dirac ART Einmessung
Im ersten Schritt wurden die Aufstellungen der Lautsprecher und Subwoofer durch Einzelmessungen mit einem externen Messsystem, Room EQ Wizard (REW), überprüft und angepasst. Die anschließende Dirac-ART-Einmessung wurde individuell an die Gegebenheiten des Heimkinoraums angepasst. Durch die richtige Wahl der Support-Lautsprecher und die optimale Verteilung der Subwoofer konnte ein ausgeglichener Amplitudengang erreicht werden, wie die anschließenden Kontrollmessungen mit REW zeigten.
Feintuning durch Probehören
Abschließend wurden die Pegel der einzelnen Lautsprecher korrigiert sowie der Basspegel, die sogenannte „Spaßkurve“, nach Gehör und dem persönlichen Geschmack des Kunden eingestellt. Verschiedene Filmszenen und Filmschnipsel dienten dabei zur finalen Abstimmung und Optimierung des Heimkino-Klangs.
Lautsprechersetup von der Firma XTZ
In der Front sind zwei XTZ 99.36 und ein XTZ 99.25 Center verbaut. Zwei XTZ 99.25 Surround und vier XTZ 99.26 Lautsprecher in der oberen Ebene runden das Setup ab. Die vorhandenen Surround Back werden in Kürze ebenfalls durch XTZ 99.25 ersetzt. Vier XTZ 12.17 Edge Subwoofer sorgen für einen tiefreichenden und trockenen Bass in Verbindung mit Dirac ART.
Lebendige Raumakustik
Die Raumakustik ist sehr angenehm und deutlich lebendiger, als es auf den Bildern zunächst erscheint. Absorber wurden gezielt an den Erstreflexionsstellen eingesetzt. Die Vorhänge sind sehr dünn und dämpfen den Hochton daher nicht übermäßig. Lediglich der Keilabsorber an der Rückwand sorgte beim Dienstleister für etwas Stirnrunzeln.
Verbesserungspotenzial
Was lässt sich in diesem Raum noch verbessern? Die erste Höhenmode, die häufig für eine Auslöschung im Amplitudengang verantwortlich ist, verursacht in diesem Raum keine Probleme, da die Längs- und Quermoden auf derselben Frequenz liegen. Somit müssen die Subwoofer nicht zwingend auf halber Raumhöhe platziert werden. Die Lambda/4-Auslöschung von der Rückwand, die durch die vorderen Subwoofer entsteht, wird von den hinten platzierten Subwoofern optimal aufgefüllt.
Denkbar wäre zukünftig, in Verbindung mit einem lichtstärkeren Projektor, eine größere und schalldurchlässige Leinwand zu installieren. Dahinter könnten alle Lautsprecher und Subwoofer elegant verschwinden. Sollte der Sitzabstand dadurch zu gering werden, könnte die meist ungenutzte zweite Sitzreihe entfallen.
