Unser Kunde S. hat zu diesem Zweck zwei Nubert NuVero Nova 18 im Einsatz, befeuert mit NuPower D Endstufen. Als Center ist eine Nubert NuVero Nova 7 installiert, die Rear-Lautsprecher sind Nubert NuVero Nova 9.
Dolby Atmos und Auro-3D im Wohnzimmer
Um auch Auro-3D und Dolby Atmos wiedergeben zu können, sind fünf B&W M1 an der Decke montiert. Die fünf Deckenlautsprecher sorgen dabei für die obere Ebene des 5.0.5-Heimkino-Setups.
Ein Marantz Cinema 30 dient als Schaltzentrale und versorgt die restlichen Lautsprecher mit der benötigten Leistung. Ein Oppo UDP-203 sorgt für den Filmgenuss mit den silbernen Scheiben.
Raumakustik mit Deckensegeln aus Basotect
Die Raumakustik wird durch zwei Deckensegel à 2 x 3 m Größe verbessert. Sie bestehen aus 10 cm Basotect und haben 10 cm Deckenabstand.
Und hier wird es interessant: Nicht nur der Bereich, der zum Musikhören oder Filmeschauen reserviert ist, wird mit einem Absorber aufgewertet. Der zweite Absorber ist im Bereich des Esstisches installiert, um auch im Alltag für ein angenehmes Gesprächsklima zu sorgen.
Dadurch liegt die Nachhallzeit auf einem sehr guten und der Raumgröße angemessenen Wert. Oberhalb von ca. 250 Hz liegt sie unter 350 ms.
Ausgezeichneter Klang trotz 5.0.5 ohne Subwoofer
Der Klang ist ausgezeichnet. Die sehr guten Lautsprecher in der Front tragen dazu bei, genauso wie die gute Raumakustik. Die Umhüllung ist sehr gut.
Das ist zum einen dem Umstand geschuldet, dass konsequent ein 5.0.5-System umgesetzt wurde. Sieben Lautsprecher auf der unteren Ebene hätte man nur mit Kompromissen installieren können. Nur zwei Rear-Lautsprecher im optimalen Winkel sind hier die bessere Wahl.
Von der tollen Raumhöhe von drei Metern profitiert natürlich die obere Ebene immens. Gerade bei Dolby Atmos und Auro-3D bietet die zusätzliche Raumhöhe gute Voraussetzungen für eine überzeugende räumliche Wiedergabe.
Heimkino ohne Subwoofer
In diesem Setup gibt es keinen Subwoofer. Filme laufen auch aufgrund der Nachbarn auf moderaten Pegeln. Fällt der Bereich unter 30 Hz weg, hört der Nachbar automatisch weniger mit.
Musik wird deutlich lauter gehört, hier sind allerdings keine extremen Tieftonattacken zu erwarten.
Um den Bassbereich etwas zu zähmen, kommt Dirac ART zum Einsatz. Die vorderen Lautsprecher unterstützen sich gegenseitig, vor allem im Bereich der zweiten Längsmode bei etwa 27 Hz. Auch die hinteren Lautsprecher sind in einem schmalen Frequenzband eingebunden, um Auslöschungen aufzufüllen.
So zeigt dieses Heimkino im Wohnzimmer, dass auch auf 55 m² und ohne Subwoofer ein sehr überzeugendes Heimkino-Erlebnis mit Dolby Atmos und Auro-3D möglich ist – vorausgesetzt, Lautsprecher, Raumakustik und Raumkorrektur werden sinnvoll aufeinander abgestimmt.
